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Bei der Planung des Urlaubes für das Jahr 2018 war das der Urlaub mit den meisten Fragezeichen, den beim Trekking kann alles mögliche passieren, vor allem wenn man abseits der Zivilisation unterwegs ist, da mag der eine oder andere Sagen, Du hast ja ein Handy für den Notfall, ja das hab ich aber da wo wir unterwegs waren gibt's leider kein Handynetz. Das mit dem Handynetz machte mir nicht so die größten sorgen, sondern viel mehr, was wenn etwas passiert? Da dies mein erste Urlaub dieser Art war, stellte sich mir die größte Frage, ist das überhaupt etwas für mich? Die Vorfreude war auf jeden fall groß, denn es war schon nee Art Abenteuer und Freiheit zu gleich, viele belächeln mich ja, wenn ich sag, ich finde Bear Grylls cool, diese Tour war schon ein kleiner Vorgeschmack auf seine Abenteuer.

Wir starteten am Freitagabend, unser erstes Reiseziel der Tour war Hirtshals, bis dort waren es knapp 800 km und da Nachts die Straßen schön frei, sind wir mit genug Zeitreserve in Hirtshals angekommen. Die übrige freie Zeit nutzten wir für den Strand und uns auf die Tour einzustimmen, denn die Freude stieg von Minute zu Minute. Für mich war Norwegen ein kleiner Test bezüglich des E5, welchen ich mal gern laufen würde, wobei München-Venedig hätte auch seinen reizt aber 35 Tage Urlaub am Stück? Egal jetzt ist erst mal Norwegen dran und nach Norwegen weiß ich ob der E5 oder der Jakobsweg, oder irgend ein anderer Wander Urlaub etwas für mich ist, oder nicht? Nach dem Auslaufen der Fähre nutzten wir die Zeit sinnvoll und betrieben etwas Augenpflege denn es wartete schon heute die erste Etappe auf uns, wir hatten ja so einiges vor ^^" ist ja nicht nur das Trekking, sondern das war eine Geocaching Trekking Tour, das heißt alle 161 bis 400 Meter lag ein Cache, das war ja in erster Linie der Grund wieso wir diese Tour gemacht haben. 

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Am Start ging es gut beladen, ich würde schon Sagen überladen los, die ersten 1,5 km war alles super, da liefen wir auch auf schönen Schotterwegen, aber dann ging es ins eingemachte, Singal Trails, umgestürzte Bäume und der erste Anstieg aber das Ziel war klar und nach einer kurzen Schockstarre liefen wir weiter, schon auf der Hinfahrt zu unserem Parkplatz zeigte sich Norwegen von einer sehr schönen Seite so vermuteten wir das es noch besser wird aber dazu später mehr. Ich bin einer der bei solchen Touren erst auf Temperatur kommen muss, heißt am Anfang komm ich nicht aus dem Quark und jammere etwas, aber das legt sich nach paar Minuten, laut GPS war der erste kleine Berg geschafft, jetzt wurde es etwas Flacher und die Sicht wurde freier, als wir aus dem Wald heraus kamen, konnten wir die Hütte auch schon sehen, daneben war die Wiese wo wir unser Nachtlager Aufschlagen würden, die Hütten waren unser Backup, für denn fall der fälle, falls das Wetter nicht so mitspielt. Nach der langen Anfahrt und dem wenigen Schlaf, den wir hatten, waren wir auch schnell im Land der Träume, zum Glück muss ich sagen, denn es wurde nicht wirklich Dunkel und bereits um 4 Uhr Morgens war die Sonne wieder da, und das obwohl sie erst gegen 23 Uhr verschwunden ist, so wurden wir auch ziemlich früh geweckt, denn bereits um 7 Uhr knallte die Sonne ganz schön.

Man könnte sagen, das diese Tour erst heute so richtig starte, wir Frühstückten in aller Ruhe und machten uns auf den Weg zum ersten Gipfel der Tour, das Gepäck ließen wir an der Hütte da wir wieder hier hinkommen würden, das war echt eine wohltat, ohne Rucksack zu laufen, also meiner wog mit 3 Liter Wasser knapp 20 Kg, der von Philip hatte, würde ich sagen locker um die 35Kg, ich liebe Berge, aber wenn ich sie hoch laufen muss werde ich zu einer Diva ^^" also Philipp musste sich da echt was anhören auf den Weg zum Gipfel. Das schlimme war ja das wir hier nicht hin mussten, sondern nur hoch und wieder runterlaufen würden, wäre das auf der Tour würde die Sache ganz anders aussehen, na ja egal da musste ich jetzt durch, ob ich will oder nicht, als wir oben auf dem Gipfel angekommen sind, war ich doch sehr froh die Strapazen auf mich genommen zu haben, den die Aussicht von hier oben war herrlich, weit und breit nur die Wildnis Norwegens. Hier waren wir auf knapp 800 m den zweithöchsten Punkt dieser Tour, OK mal schauen, ob wir hier in der Wildnis so weit oben Empfang haben, siehe da sogar LTE :) schnell paar Status Meldungen abgesetzt und zu Hause Bescheid gegeben das alles gut läuft, natürlich auch gleich paar Bilder geschickt so wie sich das gehört, denn bis zum nächsten Mal wo wir Netz haben würde sind es dann noch paar Tage, als das alles erledigt war, haben wir noch Fotos gemacht bevor wir uns an den abstieg gemacht haben. Unten an der Hütte haben wir eine Pause gemacht bevor wir unsern Track fortgesetzt haben, an diesem Tag haben wir über 10 km gemacht klingt nicht nach viel, aber mit dem Gepäck und in dem Gelände war das echt viel und auch anstrengend, einen Fehler haben wir gemacht aber da draus haben wir für den Rest der Tour gelernt, fülle immer das Wasser nach, auch wenn es nur eine Flasche ist.

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Denn Mittags rum knallte die Sommer echt extrem und man muss bedenken, das man hier die Sonne bis 23 Uhr hat, so neigten sich so gegen 16 Uhr meine Wasserreserven langsam dem Ende zu, also hieß es ab da Wasser Sparen und bei der nächsten Möglichkeit auffüllen, tja nur wussten wir noch nicht das wir bis zu unserem Schlafplatz, denn wir gegen 20 Uhr erreichten sich keine Wasserstelle zeigen würde, gegen 18 Uhr waren meine Wasservorräte erschöpft jetzt hieß es Zähne zusammen beißen und durch, kurz vor 20 Uhr oder später das weiß ich gar nicht mehr so recht, da ich auf der ganzen Tour irgendwie das Zeitgefühl verloren hab, erreichten wir eine mögliche Stelle für Wasser und Schlafen, also schauten wir nach einer geeigneten Stelle Ausschau und wurden fündig, zwar nicht Perfekt aber dennoch brauchbar, Philipp schaute nach, ob es was Besseres gibt und er wurde fündig, aber der Platz war besetzt, na ja egal der Platz ist auch gut, also hieß es jetzt Schlafplatz herrichten, Wasser besorgen und was Essen.

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Später ging Philipp noch mit dem Hund eine kleine Runde, dabei stellte er fest, dass der Traumplatz leer war, da wir aber zu Kaputt waren, beschlossen wir morgen Früh direkt umzuziehen, und dort ein Tag zu bleiben, so gut wie hier in Norwegen hab ich echt lange nicht mehr geschlafen, lag das am Klima oder der Anstrengung? Am nächsten Morgen zogen wir um, der Platz war einfach traumhaft, also wenn hier ein Hotel stehen würde dann würde da eine Nacht bestimmt 1000 € verlangen, diese Stille war einfach herrlich, einen hacken hatte dieses Paradies allerdings, am Tag wurde man hier von Bremsen verfolgt und sobald die Sonne langsam verschwand, kamen die kleinen Mücken heraus, die echt eine Plage waren, das einzige was da gut gegen geholfen hat, ist der Rauch des Feuers, Mücken Zeug hatten wir zwar, aber das brachte vielleicht für die ersten paar Minuten etwas, danach störten sich die Mücken nicht mehr da dran und fielen über einen her. Das war echt ein herrlicher Tag, wir nutzten die Zeit für Fotos, Wäsche waschen und Wasservorräte aufzufüllen und zu entspannen denn es lagen noch viele Kilometer vor uns, so war das eigentlich geplant, aber wir waren da nicht so erpicht drauf diese Tour auf Teufel komm raus zu machen, sondern wollten sie in vollen Zügen genießen. Vor der ersten Nacht haben wir noch das Wasser abgekocht, aber heute stellten wir fest, dass es so nicht auf Dauer klappte denn das verbrauchte doch schon einiges an Gas, also stellten wir um auf die Wasseraufbereitungstabletten, gut das ich mir vor der Tour genau für diesen Fall eine Wasserflasche mit Filter gekauft hatte, OK am Geschmack des Wassers konnte der Filter nichts machen aber dafür hab ich auf vorgesorgt und reichlich Multi-Vitamin Tabletten mitgenommen, klar kann man das Wasser auch so Trinken, aber der Geschmack war echt nicht wirklich meins.

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Am nächsten Morgen waren wir wieder sehr früh wach, das lag an der Sonne, denn diese war sehr früh da und heizte auch ganz gut ein, wodurch es im Zelt schnell warm wurde, besser so als Regen hab ich mir gedacht, was keiner von uns beiden ahnte, das dieser Tag wohl der härteste dieser Tour sein würde, aber dazu später mehr. So zogen wir weiter auf dem Trail, bis zum erste Stop lagen etwa 2,5 km wo wir auf kleine Spuren der Zivilisation trafen, den da Stand eine DNT Hütte und paar verlassene Holzfäller Hütten. Der weg bis zu Hütte wag gut zu laufen, die Sonne knallte ganz gut auf den freien Stellen, aber wir hatten ja genug Wasser, laut Karte gab es an der Hütte auch eine Trinkwasserstelle, so viel zu Theorie ^^ als wir die Hütte erreichten war es so gegen 12 Uhr also für Norwegen sehr früh am Tag. Eine schöne Hütte und eigentlich eine coole stelle zum Übernachten, wir machten erst Pause und wollten eigentlich Wasser auffüllen, aber die Quelle war wohl etwas eingetrocknet bzw. der Bach, der als Quelle diente, hatte etwas wenig Wasser, aber hier hatten wir wenigstens eine gute Möglichkeit das Wasser abzukochen, ich tauschte das Chemiewasser komplett aus, denn das natürliche abgekochte Wasser ziehe ich immer vor, es schmeckte laicht erdig, aber das war halt so in der Wildnis, tja jetzt überlegten wir was wir machen, weiter gehen oder doch hier bleiben, Philipp wollte weiter und ich wäre gern da geblieben, aber in Anbetracht das wir nur 2,5 km gelaufen sind und grade mal erst 13.30 Uhr war ließ ich mich dazu überreden weiter zu gehen, denn das Ziel was wir hatten, war der höchste Punkt der Tour mit 871 müN und da wollte ich nach Möglichkeit übernachten, wenn sich eine stelle dafür finden würde. Also marschierten wir weiter, was aber keiner von uns wusste, dass es ganz anders kommen würde als gedacht bzw. geplant war, aber so ist das nun mal im Leben, die Hütte lag auf etwa 600 m und wir mussten ja nur rauf auf 871 m, also Luftlinie waren das von der Hütte grade mal knapp 3 km klingt nach wenig ich weiß, aber nicht in dem Gelände und mit dem Anstieg denn es ging rauf und runter. Tja als wir den ersten größeren Anstieg gemeistert haben wollte ich mit der GoPro paar Fotos machen, aber die GoPro war weg ^^" irgendwo auf dem letzten Kilometer hat sie sich vom Halter gelöst und ich hab es nicht gemerkt, tja da hab ich wohl Pech gehabt, gibt zu Hause halt nee neue, denn diesen Berg wollte ich nicht nochmal rauf, Philipp war hier in der Situation der Retter, den er meinte ich Such sie mal, er ließ den Rucksack hier gab mir den Hund und meinte, bin gleich wieder da und tatsächlich er kam nach 20 Min wieder und hat die GoPro auch gefunden da sie schön auf einem Stein lag, er meinte nur das er die Fotos und Videos haben will und überreichte mir die GoPro grinsend mit der Frage wie ich mich dafür revanchieren will. Nach einer zusätzlichen Pause für meinen Retter der die GoPro und des Urlaubsvideos gerettet hat, gingen wir weiter, denn es war noch ein gutes Stück, als wir unten am Gipfel waren, hieß es jetzt etwas Klettern, nichts Wildes aber mit dem Rucksack war das schon nee Hausnummer aber gut zu schaffen wie ich finde, hier oben sorgte der Wild für eine zusätzliche Abkühlung, endlich geschafft ^^ wir waren echt baff von der Aussicht, denn das hier war der höchste Punkt in der Umgebung und bot und eine wunderschöne Aussicht.

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Wir machten eine Pause paar Fotos und genossen einfach nur die Herrlichkeit dieser Ecke von Norwegen, ein Traum anders kann man es nicht in Worte fassen, aber der Wind machte uns Sorgen, denn wir würden einen Windgeschützten Platz brauchen und hier oben war das leichter gesagt als getan, also schauten wir uns die weitere Strecke an und dachten paar Stellen gefunden zu haben, wo es vielleicht gehen würde, also machten wir uns dort hin auf. Irgendwo bis zum ersten rast hab ich wieder was verloren, war wohl nicht mein Tag heute, aber diesmal war es nicht die GoPro, sondern die Jacke die ich mir auf der Fähre gekauft hab, aber natürlich merkte ich erst viel später das sie weg ist. Die Stellen die wir von Oben gesehen haben, waren alle schön, aber der gesamte Bereich hier oben war ziemlich sumpfig und damit für das Zelten ungeeignet, als ich dann merkte, dass die Jacke weg war, meinte Philipp, ich schau mal, ob ich sie auch finden kann, so nee Orangene Jacke muss doch gut zu finden sein, so zog er wieder los ohne Hund und Rucksack, mir tat die längere Pause verdammt gut, denn ich war echt fix und fertig, wir hatten auch schon 22 Uhr, als Philipp sich auf die Suche machte, oh wir haben Netz :)

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Oh, geh mal reisen hat ein neuen Podcast rausgebracht :) erst mal anhören, bis Philipp wieder da ist, er kam nach etwa 30 Min wieder ohne Jacke, na ja so eine Jacke kann man leichter verschmerzen wie eine GoPro. Also an dieser Stelle war ich am Limit meiner mentalen Kräfte, der Körper ging, aber lief auch schon auf Notstrom, wie ich das immer gern sage, da hier oben kein geeigneter Schlafplatz zu finden war blieb uns nur eine Option übrig absteigen und da Übernachten wo wir zuvor schon Übernachtet haben an unserer Traumstelle, aber bis dahin waren es noch paar Kilometer und wir mussten gute 200 hm absteigen. Es ist schon erstaunlich was für Reserven ein Körper und auch der Geist Mobilisieren kann, wenn er das muss, der Abstieg ging zum Glück etwas besser als gedacht, als wir unten waren mussten wir nur noch einmal um den halben See, aber da war mein Akku leer, also stellte mein Körper & Geist auf den Überlebensmodus, den ich weiß nämlich nichts von der einen Stelle bis zum Schlafplatz außer das ich gelaufen bin und der Kopf praktisch nur Funktionierte vom Tempo war ich auch schneller als vorher, vorher Knie aua, Fuß aua aber auf dem letzten Stück merkte ich davon nichts, ich bin nur gelaufen, so als ob mein Leben davon abhängen würde, gegen halb eins erreichten wir dann unser Nachtlager, das was jetzt Prio 1 hatte, waren nicht die Zelte, sondern ein Feuer denn sonst werden wir von den Mücken gefressen, die sich schon auf ein Festmahl freuten. Als das Feuer brannte, hieß es, schnell wie möglich Zelt aufzubauen, erst Einrauchen lassen, aufbauen, Einrauchen lassen, schön im wechsel anders ging es auch nicht, da mussten wir jetzt durch, den es gab kein anderen Ausweg. Als alles fertig war, ging es auch direkt ins Bett, denn wir waren fix und fertig, kaum hab ich mich hingelegt war ich auch schon im Land der Träume.

Am nächsten Morgen beschlossen wir noch ein Tag hier zu bleiben und die Tour nicht komplett zu laufen, denn dafür hätten wir nicht genug Zeit mehr gehabt, denn wir haben vielleicht nur 1/3 gemacht aber das war uns irgendwie egal. Bei dieser Landschaft rückt jedes Hobby in den Hintergrund, also wir haben nicht abgebrochen oder so, sondern waren einfach nur überwältigt von den Erlebnissen der letzte Tag, aber hey was macht Ihr mit den restlichen fünf Tagen? Dafür hatten wir auch ein Plan gehabt, denn Philipp wollte gern auf den höchsten Berg Norwegens bzw. Skandinaviens, ja der Philipp der liebt auch die Berge und will auf jeden auch rauf, aber dazu später mehr, so relaxten wir den ganzen Tag und badeten erst mal im See, war das eine herrliche wohltat nach dem gestrigen Tag, so ein Ruhetag hat auch was Schönes, den so kann man echt wunderbar abschalten und an nichts Denken. Das schönste an der Tour war, aber das es kein Kontakt zu Außenwelt gab, außer an zwei stellen, denn erst ohne Handy kann man so richtig abschalten, wie ich finde. Am nächsten Tag packten wir ein letztes Mal die Rucksäcke auf dieser Tour, denn im Laufe des Nachmittags würden wir das Auto erreichen und uns auf den Weg zum Galdhøpiggen machen, klar wussten wir, dass wir irgendwo auf der Strecke eine Nacht irgendwo schlafen müssten, aber das machte uns nicht wirklich Sorgen. Die letzten 3 km hatten wir wieder ein Feldweg, da merkte ich erst mal, wie Kaputt ich doch noch bin, von dem Tag wo ich im Überlebensmodus war, da hab ich den Entschluss gefasst nicht mit auf den Galdhøpiggen zu steigen, sondern im Tal zu warten. Also wir am Auto angekommen sind, war ich echt froh und traurig zu gleich bzw. hatte irgendwie gemischte Gefühle, klar wäre ich die Tour weiter gelaufen aber nach dem harten Tag mit dem Gipfel war ich ein wenig erleichtert dass wir doch nicht weiter müssen, streng genommen hätten wir die Tour eh nicht weiter machen können denn die Vorräte mit dem Essen neigten sich auch langsam zu Ende. Für die erste Tour dieser Art ist sie doch ganz gut gelaufen, paar Planungsfehler haben wir auch gemacht aber alles halb so wild wie ich finde, für die nächsten Touren dieser Art sind wir jetzt schlauer und können sie ein wenig besser planen, ja richtig gehört, ich werde so etwas bestimmt wieder machen, also ist der E5 nicht vom Tisch, sondern nee bestimmt reizvolle Herausforderung.

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Irgendwann zwischen 16 und 17 Uhr kamen wir glücklich aber erschöpft am Auto an, so setzten wir uns Direkt in Auto und machten uns auf den Weg zum Galdhøpiggen der etwa 500 km entfernt war, auf der Fahrt dort hin hielten wir am ersten Supermarkt und kaufen Trinken mit Geschmack denn Wasser konnte keiner von uns mehr sehen, dann haben wir uns Würstchen und Brot gekauft um es später über dem Feuer zu Grillen. So weit, so gut, als wir die ersten 200 km geschafft haben hieß es nach einem Schlafplatz Ausschau halten, was nicht wirklich einfach war, aber wer Sucht der findet ja bekanntlich das was er sucht, eine unscheinbare kleine Bucht an der Straße aber von er Bucht ging noch ein Feldweg ab Richtung Wasser, jetzt oder nie, Philipp wendete und wir schauten nach, ob man da Zelten könnte, Dingo :) ein Super Platz direkt am Wasser, so errichteten wir unser Nachtlager und gingen ziemlich früh Schlafen, denn wir waren doch etwas Ko von der Tour. Norwegen ist echt sehr facettenreich, denn auf der Fahrt zum Galdhøpiggen haben wir Norwegen von seiner wilden Seite kennengelernt, ich mag dieses Wilde und unberührte so wie es in Norwegen ist, so hat jeder Urlaub ein hauch vom Abenteuer.

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Als wir im Tal vom Galdhøpiggen angekommen sind, war ich echt baff, eine Traumhaft hier oben, Philipp kümmerte sich um die Formalitäten und wir richteten im Anschluss unser Basislager ein, mir kam das hier ein klein wenig vor, als ob ich am Everest wäre ^^" ja das wäre auch noch so ein Traum von mir einmal zum Basislager vom Mount Everest zu kommen. Hier machten wir nicht sonderlich viel, Abends haben wir den Einweg Grill angeworfen und machten uns wieder Würstchen vor dem Schlafen gehen, denn morgen früh würde es für Philipp sehr früh losgehen, er wollte um 4 Uhr los das heißt halb 4 aufstehen. Diese Nacht hatte es aber echt in sich, ich bin nur froh, das mein Schlafsack eine Komforttemperatur von 0 Grad hat, den diese Nacht war recht frisch, wir hatten heute Nacht Temperaturen um den Gefrierpunkt, gefroren hab ich nicht, aber es war schon recht frisch, vor allem wenn man die Arme nicht im Schlafsack hat, pünktlich um 4 Uhr machte sich Philipp auf den Weg zum Gipfel, der Hund und ich bleiben im Lager, bzw. bin ich erst mal etwas gelaufen, um mich aufzuwärmen, bevor ich mich samt Schlafsack in Auto gesetzt hab. Die Sonne war schon zu sehen, den sie strahlte die Gipfel an, die Frage war nur wann erreicht sie das Tal? Es dauerte sage und schreibe noch 4h, bis die Sonne endlich im Tal war, ich dachte mir so, Philipp ist bestimmt schon auf dem Gipfel, ich war echt gespannt, was er zu erzählen hat wenn er wieder da ist. Als die Sonne langsam herauskam, dachte ich mir Zeit für ein warmes Frühstück, so machte ich mir erst mal nee warme Suppe zu Essen, als das erledigt war, schnappte ich mir meine Kamera und den Hund und ging rauf zum kleinen Wasserfall um mir die Beine zu vertreten und auch paar Fotos zu machen. Nachdem das erledigt war, ging ich wieder zum Auto um auf eine Nachricht vom Gipfelstürmer zu warten, also laut meiner Schätzung müsste er ja bald wieder da sein und so war es auch, irgendwann so um 12 Uhr rum machte das Handy Pling, bin wieder am Zelt. Alles klar ich komme hin, Philipp war glücklich aber geschafft, nach dem er geduscht hat, haben wir unser Lager abgebaut und wir machten uns auf den Weg zum Schlafplatz wo wir die Nacht zuvor verbracht haben, dort fassten wir den Entschluss uns am nächsten Tag einen schönen Lagerplatz am Meer zu Suchen für die letzten beiden Nächte, allerdings gestaltete sich die Suche nach diesem Platz schwieriger als gedacht. Es ist gar nicht so einfach einen geeigneten Platz zu finden, wo man Zelten kann, in Asgardstrand hat unsere Suche begonnen und am Ende haben wir ein Plätzchen in Hvasser gefunden aber nur durch ein Tipp, eine Hotelbesitzerin wo wir schon vor Verzweiflung nach einem Zimmer gefragt haben, gab sie uns einen super Tipp, wo man direkt am Meer Zelten kann, und es war nicht sonderlich weit weg, der Platz war  echt Super, direkt am Meer, ein WC gab es auch in der Nähe einfach Super für die letzten beiden Tage.

 DSC01653 k Wieder zuhause, nach einer Super Tour !!

 

Mein Zelt: Easy Camp Spirit 200 <--- Aufbauzeit etwas länger aber dafür ein Top Zelt für Sparfüchse !

Mein Schlafsack: Kingcamp Favourer 450 Mix <--- 0 Grad in den Bergen waren kein Problem !

Mein Kocher: Primus Eta Express <--- auch bei Wind gut zu gebrauchen ! 

Mein Rucksack:  Deuter ACT Lite 40+10 <--- robust und passt eine Menge rein !

Meine Schuhe: Lowa TICAM II GTX WXL <--- super bequem und passen sofort !

Meine Hose: Bergson OSSA <--- günstig und gut und sehr strapazierfähig und trocknet sehr schnell !

Meine Trinkflasche: Life Straw Go 2 <--- ein muss auf einer Trekkingtour !

   
© Tommy auf Reisen
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