ZDM

Als ich das erste Mal von der Geocachingtour Zwischen den Meeren gehört habe, war ich sofort Feuer und Flamme für diese Tour, leider hat es mehrere Jahre gedauert bis ich diese Tour machen konnte. Eigentlich war es geplant die Tour im August zu machen, da ich aber mein Urlaub etwas umgeschmissen habe, bot sich mir die Gelegenheit diese Tour vor meinen eigentlichen Dänemark Urlaub zu machen. Die Route der Tour war ja durch die Caches weitestgehend vorgegeben, das einzige, was man selber planen musste, ist, wo man die Nacht verbringen würde bzw. die Nächte. Da ich damals eine Wette verloren habe, wusste ich das man diese Tour in zwei Tagen zu Fuß schaffen kann, wenn man das möchte oder muss, so plante ich mal mit 3–4 Tagen für diese Tour. Die größte Herausforderung war geeignete und vor allem legale Schlafplätze zu finden, ich hätte ja Wild campen können, aber da drauf hatte ich nicht so die Lust. So machte ich mich an die Planung der Tour und bin auf etwas sehr cooles gestoßen, was das Bundesland Schleswig-Holstein anbietet, das ganze nennt sich Wildes SH, da werden Plätze in der Natur angeboten, wo man ganz Legal sein Zelt für eine Nacht aufschlagen darf. Als ich dann noch gesehen habe, dass zwei solcher Spots auf der Tour lagen, war die Planung um so einfacher. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt, aber dazu später mehr.

In den frühen morgen Stunden startetet ich am Mittwoch Richtung Dagebüll, dort stellte ich mein Auto für die Dauer dieser Tour ab. Gegen 11.30 Uhr war ich dann so weit fertig, dass ich die Tour starten konnte. Mein erstes Ziel für diesen Tag hieß ab zum Hafen und zu der ersten Dose des Tages, so ging das kleine Abenteuer schließlich um 11.47 Uhr im Hafen von Dagebüll für mich los. Die ersten Dosen einer solchen langen Runde, sind die schwierigsten, denn man muss sich an die Handschrift des Owners erstmal kennenlernen, damit man nicht allzu viel Zeit mit dem Suchen der Dosen verschwendet.

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Nachdem ich die Handschrift des Owners verstanden habe, lief das Suchen der Dosen wie am Schnürchen. Glücklicherweise waren die Dosen nicht allzu schwer versteckt, sodass man auch nicht viel Zeit mit dem Suchen vergeudet hat, dadurch konnte man die Tour und die Landschaft so richtig genießen. Zum Anfang der Tour spielte das Wetter auch super mit, das änderte sich aber immer mehr, um so später es wurde, so musste ich zum Ende des ersten Tages noch so richtig Gas geben, um nicht nass zu werden. Da ich genau wusste, wo ich die erste Nacht auf der Tour verbringen würde konnte ich das gut abschätzen, mit dem Wetter, und der ankommenden Regenwolken, die große unbekannte in der Gleichung war aber das Zelt. Bei einem neuen Zelt weis man nie so recht wie lange man da für das Aufbauen braucht, zum Glück ließ mir die Regenwolke genug Zeit für den Aufbau und die Einrichtung des Nachtlagers. 

Als ich komplett fertig war mit meinem Nachtlager, fing es auch schon an zu regnen, also beschloss ich ziemlich früh schlafen zu gehen, damit am nächsten Tag ausgeruht war für den zweiten Tag der Tour. Leider war es keine gute Nacht, denn der Wind und der Regen haben mich in der Nacht immer wieder aufgeweckt, laut meiner Uhr war ich über 6x Wach, in der Nacht. So als ob das noch nicht genug wäre, versagte mein aufblasbares Kissen den Dienst und verlor Luft. Wenn man jetzt denkt, dass dies alles halb so wild ist, würde ich gerne wissen, was ihr sagen würdet, wenn die Vögel eure Nacht so gegen 6 Uhr in der Früh beenden würden. Also beschloss ich alles abzubauen und die Tour fortzusetzen, denn es würde ja nichts bringen weiter liegenzubleiben. Ich musste knapp 5 km zurückfahren, um auf die eigentliche Tour wieder zurückzukommen, aber das ging relativ fix und so konnte ich mich wieder den Döschen widmen.

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Der zweite Tag der Tour war auch nicht ganz ohne, nein es hat nicht wirklich geregnet, dafür hab ich an dem Tag einen anderen Gegner gehabt, denn es war ziemlich windig. Aber dazu gibt es später noch nee Story zu. So kämpfte ich mich von Dose zu Dose, ganz entspannt und locker, denn ich hatte ja nach hinten genug Zeitreserven. Da mein Tag sehr früh angefangen hat, war ich ziemlich schnell, ziemlich weit, so musste ich gegen 13 Uhr die Entscheidung treffen, was ich denn mache. Ich hatte folgende Optionen zu Auswahl, Option 1: wieder auf einem Platz vom Wilden SH zelten oder Option 2: einen Campingplatz ansteuern und gemütlich den Tag ausklingen lassen. Ich habe mich dann doch für die zweite Option entschlossen, das hatte genau zwei Gründe, der erste war, ich konnte meinen Akku laden, auch wenn es nicht nötig gewesen wäre und der zweite Grund war, ich wollte ein richtiges Frühstück haben. Also nahm ich mein Handy und reservierte ich mir einen Stellplatz für die Nacht auf dem Campingplatz, welcher etwa 6 km entfernt von der eigentlichen Route liegt.

Durch die Reservierung und der Tatsache, dass ich gut vorangekommen bin, hatte ich nur noch knapp 15 km vor mir, also beschloss ich auch einen Mittagsstopp einzulegen und mir ein Drehspieß im Fladenbrot zu gönnen. Nach der 30-minütigen Pause setzte ich die Tour Richtung Campingplatz fort. Ab dem Moment wo ich die eigentliche Route verlassen habe, begann ich echt das Fluchen an, denn der Weg war eine reine Katastrophe. Nach dem Check-in auf dem Campingplatz wollte ich mein Zelt auf meinem Platz aufbauen, der Wind hatte da was dagegen und beförderte mein Zelt erst mal 5 m durch die Luft, dank des Zaunes vom Campingplatz musste ich kein fangen spielen. Nach dieser Aktion verlegte ich mein Zeltplatz hinter das große Gebüsch, denn da war es echt viel Windstiller wie auf meinen eigentlichen Platz. Mein zweiter Grund wieso ich hier übernachten wollte, war die warme Dusche, und als das auch erledigt war, gab es noch einen kleinen Happen zu Essen und dann rief mich auch schon der Schlafsack. Leider gab es für morgen keine guten Nachrichten, laut App sollte es viele aber heftige Regenschauer geben verteil auf den ganzen Tag, aber ich hatte ja keine andere Wahl ich musste da irgendwie durch.

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Bevor ich meine Tour am nächsten Tag startete, gab es als erstes ein schönes Frühstück beim Bäcker mit einem Pott Kaffee und zwei belegten Brötchen, mit einem richtigen Frühstück hat man gleich mehr Power als mit nur paar Keksen wie am Vortag. Eine Sache bereitete mir für heute aber großes Kopf zerbrechen, das Wetter, denn es war doch ziemlich stürmisch, als wenn das noch nicht genug wäre, sollten ab mittags noch Regenschauer dazu kommen. Ok, ein gutes hatte die ganze Sache, ich könnte meine Ausrüstung für August testen und mögliche Schwachstellen ausmerzen, denn im August wäre es fatal, wenn etwas nicht so klappt oder dicht hält wie es eigentlich soll. Nachdem ich wieder auf der Tour war, genoss ich noch die Tour so lange das Wetter gut war, aber das änderte sich schneller wie mir lieb war, denn ab etwa 11 Uhr ging es mit den Regenschauern los. Ab diesen Moment in ich nur noch mit Regenkleidung gefahren, denn die Regenschauer wechselten sich jede halbe Stunde mit der Sonne ab, hätte ich die Klamotten immer gewechselt wäre ich nicht wirklich vorangekommen.

Um 14 Uhr erreichte ich dann die dänische Grenze, also war ich so gut wie am Ziel, jetzt blieb nur noch der Superbonus des ZDM Trail übrig, der nicht weit weg von der Grenze auf der dänischen Seite lag. Da die Tour nun zu 100 % abgeschlossen war, musste ich noch eine letzte Entscheidung treffen, Schlafplatz im Zelt oder doch lieber bis zum Auto durchfahren? Aufgrund des starken Windes und der wechselnden Wetterverhältnisse entschloss ich mich zum Auto zu fahren, somit würde ich heute auf über 90 km Strecke kommen. Jetzt würde sich meine Entscheidung, den Akku auf dem Campingplatz nachzuladen doch noch auszahlen. Ich musste die gesamte Rückfahrt von der Ostsee mit Motorunterstützung fahren, der Gegenwind auf der Rückfahrt war so heftig, dass ich selbst ab und an auf Turbo stellen musste, um nicht rückwerts zu fahren. Wer mir nicht glaubt, der schaut sich am besten das Video zu der Tour an, es gab auch eine Sturmwarnung mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h für die Region wo ich unterwegs war. Nach etwas mehr wie der Hälfte der Strecke kam ich durch eine Ortschaft, die etwas mehr hatte wie ein paar Häuser, hier nutzte ich die Chance auf eine kleine Stärkung und eine kleine Pause vor dem Wind. Gegen 19 Uhr dann erreichte ich endlich mein Auto, jetzt fragt sich der eine oder andere wo ich denn die Nacht verbringen möchte, wenn das Zelt nicht infrage kommt. Nun ja, wie soll ich es sagen, ich habe im Kofferraum meines Autos geschlafen, das ist der Vorteil, wenn man ein großes Auto fährt.

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Es ist bequemer als man denkt, ich hab so schon mal 3 Wochen lang geschlafen, auf meiner Skandinavien Tour damals. Viele würden sagen nimm doch ein Zimmer für die Nacht, klar hätte ich machen können, aber wo wäre dann das Abenteuer? Selbst das Auto hat die ganze Nacht ganz schön gewackelt durch den starken Wind, eine Nacht im Zelt wäre echt eine Kamikaze Aktion gewesen. Am nächsten Tag ging es direkt zum Bäcker um zu Frühstücken, dann zu Tankstelle den Bauch der Reed Queen vollzumachen bevor ich meine Reise nach Dänemark fortsetzen würde, wo mein eigentlicher Urlaub beginnen würde.

>>>>> VIDEO <<<<< wenn Ihr auf Video klickt kommt Ihr zum Video dieser Tour !

 

 

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